Kinder spielen auf den Bahngleisen

Plößnitz Landsberg (ots) – Am 05.06.2017, gegen 11:30 Uhr wurde die Bundespolizei von einem Lokführer eines Intercitys über spielende Kinder an den Bahngleisen in der Ortslage Plößnitz informiert.

Sofort wurde veranlasst, dass die Züge hier sehr langsam und auf Sicht fahren

Sofort wurde veranlasst, dass die Züge hier sehr langsam und auf Sicht fahren. Die Beamten erreichten unter dem Einsatz von Sonder- und Wegerechten den Ereignisort. Hier stellten sie drei Kinder im Alter von 8 Jahren fest. Die zwei Jungen und das Mädchen hatten Schottersteine auf die Bahngleise gelegt und schauten dabei zu, wie anschließend die Züge darüber fuhren. Sofort wurden die Kinder aus den Gleisen geführt und eindringlich auf die Lebensgefahren hingewiesen.

Auch die Eltern der Kinder wurden nochmals auf die enorm hohen Gefahren an den Bahngleisen hingewiesen

Durch die Beamten wurden die Kinder danach zu ihren Erziehungsberechtigten gebracht. Auch die Eltern der Kinder wurden nochmals auf die enorm hohen Gefahren an den Bahngleisen hingewiesen. Da dieser Sachverhalt leider keinen Einzelfall darstellt, bittet die Bundespolizei darum, dass Kinder und Jugendliche wiederholt auf die Gefahren auf Bahnanlagen und mögliche schwerwiegende Folgen dieses Fehlverhaltens hingewiesen werden.

Der Bremsweg eines Zuges bei 100 Kilometer in der Stunde beträgt bis zu 1000 Metern

Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 Kilometer in der Stunde beträgt bis zu 1000 Metern. Neben der Lebensgefahr, die ein Aufenthalt in den Gleisen in sich birgt, setzten sich die Kinder in diesem Fall einer weiteren erheblichen Gefahr aus. Durch das Auflegen der Schottersteine auf den Gleisen und der anschließenden Überfahrt eines Zuges mit einer Geschwindigkeit von bis zu 140 Kilometern in der Stunde, können diese Steine eine Art Geschosswirkung entfalten. Ein Aufenthalt in der Nähe der Gleise kann in einem solchen Fall verheerende Folgen haben.

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Magdeburg

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